Field Research 2017-07-25T17:51:30+00:00

Field Research

Durch Primärforschung zu neuen Werten

In der wissenschaftlichen Arbeit versteht man unter Field Research eine empirische Forschungsmethode, die sich auf neue und bisher noch nicht erfasste Daten konzentriert. Sie ist damit von der Sekundäranalyse – auch als Desk Research bezeichnet – abzugrenzen. Der große Vorteil der Primärforschung liegt darin, beliebige Daten zu erheben, die genau auf eine bestimmte Problemstellung zugeschnitten sind und die individuell interpretiert werden können. Das heißt, die Erhebungsmethode und das Instrument können so gestaltet werden, wie es für die Fragestellung angemessen ist. So können viele neue Daten gewonnen werden, die für den Arbeitgeber beispielsweise für die Gewinnung von Fach- und Führungskräften ausschlaggebend sind. Man muss aber wissen, dass diese Methode deutlich zeitaufwändiger und kostenintensiver ist als das Desk Research. Eine Kosten-Nutzen-Abwägung ist also unbedingt angebracht, bevor man sich auf die Erhebung von neuen Daten konzentriert.
Können Ihre Fragen nicht mit bereits erhobenen Daten beantwortet werden, gehen wir für sie ins „Feld“. Passend zu Ihrer Forschungsfrage wählen wir mit Ihnen zusammen die am besten geeignete Methode der Marktforschung oder deren Kombination und führen eine empirische Studie durch.

So läuft die Primärforschung in der Praxis

Die moderne Personalmarktforschung setzt heute am Field Research ebenso wie am Desk Research an. Wenn neue und originäre Daten gewonnen werden sollen, beschafft man sie im Handel und in der Dienstleistung häufig durch schriftliche oder telefonische Anfragen, durch Messebesuche oder durch Geschäftsreisen und Lieferantenbefragungen. Ganz ähnlich sieht es aus, wenn potenzielle Arbeitskräfte zu befragen sind. Abhängig von den gewünschten Daten und der Zielgruppe wird man Schüler, Studierende oder Auszubildende befragen. Dazu kann man Kontakt zu großen Ausbildungsbetrieben, zu den Universitäten oder zu Gymnasien und weiterführenden Schulen herstellen. Viele Unternehmen haben heute sogar eigene Abteilungen, die sich ausschließlich um die Verbindung zu Bildungseinrichtungen kümmern, damit man schon frühzeitig in Kontakt mit potenziellen Absolventen kommt. Die bestehenden Beziehungen kann man hervorragend nutzen, um einzelne Zielgruppen im Rahmen der Primärforschung zu befragen. Solche Befragungen können telefonisch, persönlich, schriftlich oder computergestützt durchgeführt werden. Ob Experimente oder Panelforschungen für die Primärbefragung geeignet sind, hängt dagegen eher von der spezifischen Fragestellung ab. Primärerhebungen dienen beispielsweise dazu, schon frühzeitig Trends am Arbeitsmarkt und unter jungen Absolventen zu entdecken. Als Arbeitgeber verschafft man sich einen Wettbewerbsvorteil, wenn man neue Tendenzen rund um das Employer Branding frühzeitig identifiziert und sich entsprechend positioniert. Das Desk Research dürfte dafür weniger geeignet sein, weil sich der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren stark verändert hat. Belastbare Studien mit soliden Aussagen dürften für das Desk Research für die heutigen Fragestellungen selten vorhanden sein.

Die optimale Methode für Recruiting und Personal

Anders als das Desk Research setzt die Primärforschung an neuen und originären Daten an. Die moderne Personalmarktforschung benötigt solche Daten, weil der heutige Arbeitsmarkt durch andere Kriterien gekennzeichnet ist also noch vor wenigen Jahren. Heute müssen sich viele Arbeitgeber darum bemühen, junge und ambitionierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen. Sie müssen sich als attraktiver Arbeitgeber am Markt platzieren. Dazu bedarf es eines profunden Wissens, welche Ansprüche der Nachwuchs an einen potenziellen Arbeitgeber und an den zukünftigen Arbeitsplatz stellt. Als Arbeitgeber muss man wissen, welche Sozialleistungen beispielsweise gefragt sind, welche Anforderungen an die Work-Life-Balance gestellt werden und welche Karrieremöglichkeiten sich die jungen Absolventen wünschen. Zwar ist die Primärforschung grundsätzlich eine recht teure Untersuchungsmethode, doch gerade bei neuen Fragestellungen birgt sie ein erhebliches Potenzial, um belastbare und zuverlässige Daten zu erhalten, die genau auf die Fragestellung zugeschnitten sind. Unternehmen, die sich dieser Forschungsmethode bedienen, haben gute Chancen, aussagekräftige Ergebnisse zu gewinnen, die bei der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber weiterhelfen.