Benchmarkanalyse 2018-01-12T16:18:56+00:00

Benchmarkanalyse

Benchmarkanalyse – Lernen von den Besten

Als Benchmarking bezeichnet man das Verfahren, bei dem das eigene Unternehmen – oder seine Produkte, Dienstleistungen sowie Prozesse und Methoden – mit anderen Unternehmen verglichen werden, um anschließend Maßnahmen zur Optimierung abzuleiten. Mit dem Begriff Benchmark ist dabei ein Vergleichs- oder Referenzwert gemeint. Der Referenzwert ist dabei in der Regel der beste der Branche, weshalb vom Best-Practice-Unternehmen gesprochen wird. Meist vergleicht man im Rahmen der Benchmarkanalyse nicht das gesamte Unternehmen, sondern vielmehr ausgewählte Prozesse. Das Ziel einer Benchmarkanalyse besteht darin, Verbesserungsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen aufzudecken und umzusetzen. Gleichzeitig soll der Prozess der Benchmarkanalyse aber auch motivieren, weil die sehr gute Leistung des Best-Practice-Unternehmens als Ansporn dienen kann. Wenn das Benchmarking branchenübergreifend angewendet wird, kann es auch Teil der Branchenanalyse sowie Wettbewerbsanalyse sein und dient dazu die eigenen Wettbewerbsvorteile auszubauen.

Wie läuft eine Benchmarkanalyse ab?

Benchmarking ist immer ein Prozess, der sich je nach Fragestellung und Benchmarking-Objekt ganz verschieden darstellen kann. Grundsätzlich kann jede Benchmarkanalyse in die vier generische Phasen, Planung, Datensammlung, Analyse und Umsetzung eingeteilt werden. Im ersten Schritt wird die zu vergleichende Unternehmensfunktion bestimmt, um anschließend die relevanten Schlüsselkennzahlen zu identifizieren. Danach sollte das Best-Practice-Unternehmen ermittelt werden, um seine Performance messen zu können, die für die Wettbewerbsanalyse von hoher Bedeutung ist. Auch die Performance des eigenen Unternehmens wird gemessen und das Marktpotenzial analysiert. Im Anschluss wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, mit dem es möglich sein sollte, die ermittelten Lücken zu schließen. Erst dann werden die Maßnahmen umgesetzt und auf ihren Erfolg kontrolliert. Falls der gewünschte Erfolg ausbleibt, muss ein Abweichungsprofil erstellt werden. Danach beginnt der Prozess der Benchmarkanalyse erneut von vorn. Ob das Benchmarking erfolgreich ist oder nicht, hängt zum einen von dem Umsetzungswillen des Unternehmens und zum anderen von der Vergleichbarkeit der ermittelten Daten ab.

Wie sieht Benchmarking im Personalwesen aus?

Benchmarking ist ein strategisches Werkzeug mit dem es möglich ist, die eigene Personalarbeit mit der Arbeit von anderen Unternehmen zu vergleichen. Dabei wird das Ziel verfolgt, eventuelle Unterschiede zu Konkurrenten aufzudecken und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Wichtig bei der Definition der Kennzahlen ist ebenfalls die Vergleichbarkeit. Kennzahlen, die sich im Personalmanagement gut miteinander vergleichen lassen sind zum Beispiel:

  • Mengendaten: Wie etwa die Anzahl der Mitarbeiter, der Auszubildenden, der Teilzeitmitarbeiter etc.

  • Strukturdaten: Wie zum Beispiel das Verhältnis der männlichen und weiblichen Mitarbeiter oder der Mitarbeiter mit Führungsverantwortung

  • Leistungsdaten: Wie beispielsweise der Umsatz pro Mitarbeiter, die Anzahl der Überstunden und die Wertschöpfung pro Mitarbeiter

  • Ereignisdaten: Wie etwa die Fluktuations-, die Krankheits- oder die Fehlzeitenquote

  • Kostendaten: Wie beispielsweise der Aufwand für die betriebliche Altersvorsorge oder der Personalaufwand pro Mitarbeiter

Aktuell wird das Benchmarking im Personalwesen vergleichsweise selten durchgeführt. Dabei bietet es viele Vorteile, die eigenen Prozesse darzustellen und zu analysieren. Denn insbesondere die Schnittstellen, die der Personalbereich mit Fachbereichen, dem Betriebsrat oder der Unternehmensleitung hat, sind oftmals in Prozesse eingebettet, sodass ein Benchmark einen hohen Nutzen bietet. Außerdem kann eine Benchmarkanalyse die Unternehmen bei der Personalrekrutierung unterstützen und eventuelle Defizite beim Unternehmensimage oder Markterfolg ausgleichen. Somit kann die Arbeitgeberattraktivität gesteigert werden.

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